SAQ (Self-Assessment Questionnaire): Was Zulieferer wissen müssen
Was der SAQ-Fragebogen ist, wer ihn verlangt und wie sich Automotive-Zulieferer effizient darauf vorbereiten – ohne bei jeder Anfrage neu zu starten.


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SAQ steht für Self-Assessment Questionnaire – ein standardisierter Selbstauskunfts-Fragebogen, der aus der Automobilinitiative Drive Sustainability hervorgegangen ist. Wer als Zulieferer zum ersten Mal eine SAQ-Anfrage erhält, steht meist vor zwei Fragen gleichzeitig: Was genau wird hier verlangt – und warum jetzt? Beides lässt sich relativ einfach beantworten, sobald man weiß, woher das Format kommt und wie es sich in der Praxis wiederholt.
Was SAQ ist
SAQ steht für Self-Assessment Questionnaire – ein standardisierter Selbstauskunfts-Fragebogen, der ursprünglich aus der Initiative Drive Sustainability hervorgegangen ist, einem Zusammenschluss großer Automobilhersteller (u. a. BMW, Mercedes-Benz, Ford, Toyota, Volkswagen Group, Volvo). Ziel des SAQ ist es, Nachhaltigkeitsdaten von Zulieferern in einem einheitlichen Format zu erfassen, statt dass jeder OEM ein eigenes Formular verwendet.
Praktisch bedeutet das: Wer einmal einen SAQ ausfüllt, hat ein Format bearbeitet, das potenziell von mehreren Kunden gleichzeitig akzeptiert wird – ein Unterschied zu individuellen, kundenspezifischen Fragebögen.
Wer einen SAQ typischerweise verlangt
SAQ-Anfragen kommen in der Regel von Automotive-OEMs oder deren direkten Zulieferern (Tier-1), die selbst SAQ-Daten an ihre Kunden weiterreichen müssen. Wenn eine SAQ-Anfrage eintrifft, ist das in aller Regel keine freiwillige Marketingaktion des anfragenden Unternehmens, sondern Teil eines strukturierten Lieferketten-Datenerhebungsprozesses, der die gesamte Zulieferkette betrifft.
Was im SAQ typischerweise abgefragt wird
Umweltmanagement: Energieverbrauch, CO₂-Emissionen, Umweltzertifizierungen (z. B. ISO 14001)
Arbeits- und Menschenrechte: Arbeitsbedingungen, Arbeitssicherheit, Kinderarbeit-Prävention
Ethik und Compliance: Antikorruption, fairer Wettbewerb, Datenschutz
Lieferkettenmanagement: Ob und wie die eigenen Zulieferer auf ähnliche Standards geprüft werden
Der Umweltteil überschneidet sich inhaltlich stark mit dem, was auch für eine CO₂-Bilanz oder andere Selbstauskünfte gebraucht wird (siehe Lieferantenselbstauskunft ausfüllen).
Der typische Fehler bei der ersten SAQ-Anfrage
Viele Betriebe behandeln die erste SAQ-Anfrage als einmaliges, isoliertes Projekt – oft unter Zeitdruck, weil eine Frist des Kunden im Raum steht. Das Ergebnis: Werte werden händisch und unter Zeitdruck zusammengetragen, ohne strukturierte Ablage für die nächste Anfrage. Da SAQ-Anfragen erfahrungsgemäß wiederkehrend sind – neue Kunden, jährliche Aktualisierungen – wiederholt sich der Aufwand dann unnötig.
Praktische Vorbereitung: der strukturierte Weg
Umweltdaten aus einer laufenden Quelle beziehen, nicht aus Jahresrechnungen unter Zeitdruck rekonstruieren.
Antworten zentral dokumentieren, inklusive Datum und Quelle jeder Angabe – wichtig für Nachfragen und Aktualisierungen.
Wiederkehrende Aktualisierung einplanen, statt bei jeder neuen SAQ-Anfrage komplett von vorn zu beginnen.
Abgleich mit anderen Fragebogenformaten, da sich SAQ inhaltlich mit anderen Selbstauskünften überschneidet.
Wie strait die SAQ-Vorbereitung vereinfacht
strait erfasst Energie- und Umweltdaten laufend über IoT-Sensorik – genau die Datenbasis, die im Umweltteil eines SAQ am häufigsten abgefragt wird. Das senkt zuerst die eigenen Energiekosten und liefert gleichzeitig belastbare, aktuelle Werte für die SAQ-Beantwortung, statt sie bei jeder Anfrage neu unter Zeitdruck zusammenzustellen.
SAQ-Anfrage erhalten? In einer Demo zeigen wir, wie sich die Umweltdaten dafür strukturiert und wiederverwendbar aufbereiten lassen.
Bereit für die nächste SAQ-Anfrage?
Sieh dir an, wie strait Umweltdaten laufend erfasst und für SAQ-Anfragen wiederverwendbar macht.
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