BEHG und CO2-Preis: Was steigende Kosten 2026 für Unternehmen bedeuten
Der CO2-Preis nach BEHG wechselt 2026 zum Auktionsmodell. Was das für die Energiekosten deines Betriebs bedeutet und wie du sie heute einordnest.


strait
Datum
Kategorie
Insights
Lesezeit
5 Min
Seit 2021 verteuert das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) fossile Brennstoffe wie Erdgas, Heizöl und Diesel schrittweise. 2026 markiert dabei einen strukturellen Wendepunkt: Statt eines gesetzlich fixierten Preises entscheidet erstmals eine Auktion über die Kosten. Was das konkret bedeutet, wird in vielen Betrieben noch unterschätzt.
Was das BEHG regelt
Das BEHG bepreist CO2-Emissionen aus fossilen Brennstoffen in den Sektoren Gebäude und Verkehr – also insbesondere Erdgas, Heizöl, Benzin und Diesel. Anders als beim europäischen Emissionshandel (EU-ETS) für große Industrieanlagen greift das BEHG nach dem sogenannten Upstream-Ansatz: Nicht jeder einzelne Verbraucher kauft Zertifikate, sondern die Unternehmen, die diese Brennstoffe in Verkehr bringen oder liefern – die Kosten werden über den Brennstoffpreis an Unternehmen und Privathaushalte weitergegeben.
Der Preispfad 2026: vom Festpreis zur Auktion
Jahr | Mechanismus | CO2-Preis pro Tonne |
|---|---|---|
2021 | Festpreis | 25 € |
2025 | Festpreis | 55 € |
2026 | Auktion im Preiskorridor | 55–65 € |
2027 | Auktion, Preisbildung marktorientiert am EU-ETS | im Korridor 55–65 € |
ab 2028 | Übergang zum europäischen EU-ETS 2 | marktbasiert, kein Korridor mehr |
Der zentrale Unterschied 2026: Statt eines im Voraus bekannten, gesetzlich fixierten Preises entscheidet ab diesem Jahr eine wöchentliche Versteigerung innerhalb eines Preiskorridors über die tatsächlichen Kosten. Für die Unternehmensplanung bedeutet das eine geringere Vorhersehbarkeit als in den Vorjahren – auch wenn die Bundesregierung gleichzeitig Entlastungen bei anderen Energiekostenbestandteilen vorsieht, die die Nettobelastung für Endkunden dämpfen sollen.
Was das konkret für Unternehmen bedeutet
Bei einem CO2-Preis von 65 Euro pro Tonne (Höchstwert des Korridors 2026) ergibt sich beispielsweise ein Aufschlag von rund 17 Cent pro Liter Heizöl. Für einen Betrieb mit spürbarem Gas- oder Heizölverbrauch summiert sich das über das Jahr auf einen relevanten Kostenblock – der zudem ab 2027 durch die marktbasierte Preisbildung tendenziell volatiler wird, statt planbar zu bleiben.
Der Denkfehler: BEHG als reines Klimathema statt Kostenthema behandeln
Der CO2-Preis wird in der öffentlichen Diskussion meist unter Klimapolitik verhandelt – für die Unternehmensplanung ist er in erster Linie ein zusätzlicher, wachsender Kostenfaktor auf fossile Energieträger. Wer seinen fossilen Energieverbrauch nicht kennt, kennt auch die eigene BEHG-bedingte Kostensteigerung nicht – und verpasst damit einen konkreten Ansatzpunkt für Einsparungen, der unabhängig von jeder Klimadebatte funktioniert.
Wo der Hebel liegt
Der BEHG-Kostenanteil lässt sich nicht wegverhandeln, aber der zugrunde liegende Verbrauch schon reduzieren. Wer den eigenen Gas- und Heizölverbrauch senkt – etwa durch bessere Steuerung oder das Aufdecken von Fehlsteuerungen mithilfe von Energiemanagement Software – reduziert automatisch auch die BEHG-bedingten Zusatzkosten, zusätzlich zur eigentlichen Energiekosteneinsparung.
Wie strait bei steigenden CO2-Preisen hilft
strait erfasst Energie- und Brennstoffverbräuche laufend über IoT-Sensorik und macht sichtbar, wo unnötiger Verbrauch entsteht – der direkte Hebel gegen steigende BEHG-Kosten. Die gleichen Daten liefern gleichzeitig die Basis für die CO2-Bilanz und zeigen transparent, wie sich der CO2-Preis konkret im eigenen Betrieb auswirkt, statt eine abstrakte, schwer greifbare Zahl zu bleiben.
Wie wirkt sich der CO2-Preis auf deinen Betrieb aus? In einer Demo ordnen wir gemeinsam ein, wo dein größter Hebel liegt.
Bereit, deinen CO2-Kostenanteil sichtbar zu machen?
Sieh dir an, wie strait deine Energie- und Brennstoffverbräuche erfasst und auswertbar macht.
Blog and articles



